Pressemitteilungen Internate Bayern
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Forsa-Umfrage: Gymnasien bereiten nur ungenügend aufs Berufsleben vor
- Überwiegende Mehrheit sieht straff organisierten Schulalltag als Ursache für Defizite
- 81 Prozent kritisieren mangelnde Vermittlung von Teamfähigkeit
- Drei Viertel loben Selbstbewusstsein der Jugendlichen
Bayern, im September 2011 – Fast jeder zweite Deutsche befürchtet, dass die in vielen Bundesländern von neun auf acht Jahre verkürzte Gymnasialzeit die Schüler nicht mehr ausreichend aufs Berufsleben vorbereitet. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der 4 Internate Bayern, einem Zusammenschluss der renommierten bayerischen Internate Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern und dem Landheim Schondorf. Speziell mit Hinblick auf den straff organisierten Schulalltag glauben nur 37 Prozent der 1000 Befragten, dass die Kinder im Unterricht noch lernen, sich umfassend und konzentriert in Themen einzudenken und komplexe Zusammenhänge zu durchdringen.
Neben der reinen Vermittlung von Wissen bleibt den Lehrern auch kaum mehr Zeit, die fürs Berufsleben wichtigen sozialen Kompetenzen zu lehren, befürchten die Deutschen. So sehen bereits heute drei Viertel derjenigen, die voll im Berufsleben stehen (45- bis 59-Jährige), erhebliche Defizite bei den Jugendlichen, wenn es um das Einfügen in hierarchische Strukturen geht. Und selbst 56 Prozent der jungen Berufseinsteiger (18 bis 29 Jahre) haben Zweifel an ihrer eigenen Kompetenz auf diesem Gebiet.
Besonders schlechte Noten bekommen die Schülern ebenfalls ausgestellt, wenn es um die Kritikfähigkeit geht: Nur 24 Prozent der Bundesbürger glauben, die Jugendlichen haben gelernt mit Beanstandungen umzugehen.
Als besonders wichtige Kompetenz fürs spätere Berufsleben hingegen wird von den Deutschen die Teamfähigkeit gewertet. 81 Prozent der Befragten sehen in ihr eine entscheidende Qualifikation für das Zurechtfinden in Unternehmen und fordern zugleich, dass diese Fähigkeit in der Schule gefördert wird.
Doch die Studie bringt auch positive Aspekte zu Tage. Ein Großteil der Befragten geht davon aus, dass es sich bei der nachfolgenden Generation um selbstbewusste Persönlichkeiten handelt. Nur 21 Prozent befürchtet, dass die Kinder durch die Förderung der Teamfähigkeit ihre individuellen Stärken verlieren.
4 Internate Bayern starten ins Social Media –Zeitalter
BR-Redakteur Alex Dorow eröffnet multimedialen Newsroom - Schüler liefern selbständig Texte, Bilder, Videos und Musik – Medienkompetenz als Vorbereitung aufs Berufsleben – Kommunikation auf Augenhöhe
Bayern, 21. Juli 2011 - Im digitalen Zeitalter bewegen sich immer mehr Menschen auf Internetplattformen – zulasten klassischer Medien. Um dieses neuartige Informations- und Dialogverhalten aufzugreifen und Interessierten ein authentisches Bild über das Leben an ihren Einrichtungen zu zeichnen, gehen die 4 Internate Bayern jetzt deshalb einen neuen Weg der Kommunikation: Die multimedialen Inhalte des neuen „Social Media Newsrooms“ – die mit prominenten Plattformen wie Facebook, YouTube und Flickr verknüpft sind – sind unter www.newsroom.internatebayern.de erreichbar. Auf dieser Plattform wird ein beständig aktualisierter Eindruck des vielfältigen Lebens an den Schulen vermittelt. Das Besondere dabei: Die Reportagen, Berichte, Bildergalerien, Videos und Tondokumente erstellen die Schüler selbst. Der Newsroom wurde am 21. Juli 2011 offiziell durch Alex Dorow, Redakteur des Bayerischen Rundfunks und ehemaliger Schüler des Landheim Schondorf, eröffnet. „Kompetenzen im Umgang mit neuen Medien werden immer bedeutender“, so Dorow. „Das Projekt der jungen Redakteure ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine fundierte Vorbereitung auf Beruf und Lebensalltag.“
Ein Schüler-Redaktionsteam bildet ab sofort im Netz die gesamte Bandbreite des Internatslebens ab. Möglich sind dabei alle modernen Darstellungsformen, neben Texten können auch Podcasts, Filme und Fotos hochgeladen werden. „Wie viel Content die Schüler posten, das bleibt ganz ihnen überlassen“, erklärt Sebastian Ziegler, Sprecher der 4 Internate Bayern, das Projekt, das die 4 Internate Bayern - ein Zusammenschluss der vier oberbayrischen Internate Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern und dem Landheim Schondorf - gemeinschaftlich umsetzen. „Außerdem ist es uns wichtig, dass der Inhalt nicht von den Lehrern zensiert wird. Voraussetzung ist natürlich, dass die Regeln des guten Anstands nicht verletzt werden.“
Projekt mit Perspektive
Damit beschreibt Ziegler nur einen Aspekt des mehrdimensional ausgelegten Projekts: Die Schüler werden wie selbstverständlich mit der Netiquette, also den Verhaltensregeln im Netz, vertraut gemacht. Gleichzeitig sind für sie Fachbegriffe wie Content-Management-System, Social Media oder auch Newsroom keine Fremdwörter mehr – nicht unrelevant für das spätere Berufsleben, für das die Qualifikation nicht breit genug sein kann. Zudem sind bei diesem Projekt echte Teamarbeit und Durchhaltevermögen gefragt: Schließlich steht und fällt der Erfolg der Internet-Plattform mit der Qualität der Inhalte. Doch nicht nur für die Schüler der renommierten oberbayerischen Internate, auch für interessierte Jugendliche ist der Newsroom eine gute Anlaufstelle. Hier können sie einen ersten Eindruck vom schulischen, gesellschaftlichen und sozial-engagierten Leben in den Internaten bekommen - ungefiltert und auf Augenhöhe. „Wir stellen verstärkt fest, dass sich Jugendliche selbst über ein potentielles Internat informieren. Unser Newsroom bietet dafür natürlich wesentlich breitere Einblicke, als es eine Homepage je vermitteln kann, die ausschließlich von Erwachsenen befüllt wird.“
Junge Pofis unter professioneller Anleitung
„Für die technische Umsetzung des Newsrooms sowie für eine erste, redaktionelle Themensammlung haben wir uns professionelle Unterstützung gesucht“, beschreibt Ziegler das Procedere. „Parallel dazu hat jede Schule ein eigenes Redaktionsteam ausgewählt, in dem Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen vertreten sind.“ Im Rahmen von Workshops wird den jungen Autoren nicht nur das Content-Management-System erklärt, auch über Themen wird diskutiert. Doch auf diesem Feld brauchen die Jugendlichen kaum Anleitung: „Wir konnten uns vor Ideen kaum retten“, beschreibt Ziegler. „Ob ein Text über den Ablauf einer Theaterprobe, ein Film über einen Südafrika-Aufenthalt, eine Foto-Slideshow von der Ski-Olympiade oder aber eine Kurzgeschichte – das Spektrum ist riesig.“ Zusätzlich werden regelmäßige Schulungen mit professionellen Redakteuren organisiert, um den Nachwuchsjournalisten eine fundierte Medienkompetenz zu bieten.
Optisches Highlight
Und auch der optische Auftritt macht Lust auf mehr: Ganz in der Anmutung der 4 Internate gehalten präsentiert sich der Newsroom in frischem Rot. Auf einen Blick ist neuer Content erkennbar, können Kommentare zu Texten oder Inhalten gegeben werden. Und eine Tag-Cloud systematisiert die Beiträge nach Stichworten.
„Die übersichtliche Oberfläche in Kombination mit der Verlinkung auf Facebook und Co. spricht Jugendliche wie Erwachsene gleichermaßen an“, ist Sebastian Ziegler überzeugt.
Probewohnen im Wunsch-Internat
Die 4 Internate Bayern bieten individuelles Schnupper-Programm Interessierte für das Schuljahr 2011/2012 können sich ab sofort informieren
Bayern, im März 2011. Wie ist der Tagesablauf in einem Internat organisiert? Wie gestaltet sich die individuelle Förderung? Und vor allem: Wie gefällt es dort meinem Kind? Fragen wie diese lassen sich zwar auch in einem Informations-Gespräch klären, eigene Erfahrungen sind jedoch unbedingt notwendig. Daher haben die 4 Internate Bayern für interessierte Schüler jetzt ein eigenes, dreistufiges Kennenlern-Programm entwickelt. Wer sein Kind in einem der vier Internate für das Schuljahr 2011/2012 einschreiben möchte, der sollte jetzt an dem Programm teilnehmen und baldmöglichst einen Termin vereinbaren.
Die reine Vermittlung von Wissen allein genügt nicht mehr, um in der Berufswelt von morgen erfolgreich sein zu können – eine werteorientierte, ganzheitliche Erziehung gewinnt verstärkt an Bedeutung. Als Folge dieser Entwicklung nimmt das Interesse an einer Internatsaubildung, in deren Rahmen zudem außerschulische Hobbys und Begabungen gefördert wird, stetig zu.
Gleichzeitig ist das Angebot der einzelnen Internate so individuell wie die Kinder selbst. Um Überraschungen bei der Auswahl zu vermeiden ist es daher lohnenswert, die Schule vorab genau unter die Lupe zu nehmen. Die 4 Internate Bayern, unter deren Dach sich die vier renommierten oberbayrischen Internate in Schondorf, Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern zusammen geschlossen haben, haben daher ein mehrstufiges Kennenlern-Programm entwickelt, dessen Kernpunkte für größtmögliche Transparenz sorgen. Dieses Programm richtet sich bereits an Interessierte, die ihr Kind für das kommende Schuljahr anmelden wollen.
Sich selbst ein Bild machen – digital und analog
In einem ersten Schritt können sich Eltern wie Jugendlichen selbst ein Bild vom fortschrittlichen Angebot der 4 Internate Bayern machen: Das Internetportal www.internatebayern.de bietet einen Überblick über die vier Schulen, die sich besonders durch kleine Klassen und beste Ausstattung auszeichnen: Wie ist die Lage, welche Begabungen werden besonders gefördert, wie ist das pädagogische Konzept? Übrigens geht im Frühsommer auch der neu geschaffenen Newsroom ans Netz. Hier publizieren die Schülerinnen und Schüler der Internate Landheim Schondorf, Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern selbst ihre eigenen Artikel, Fotos und Filme rund um das Internatsleben.
Sobald die Eltern ihren Favoriten unter den Schulen gefunden haben, sollten sie den zweiten Schritt des Kennenlern-Programms angehen: Im Rahmen eines ausführlichen wie grundsätzlichen Beratungsgesprächs werden die allgemeinen Rahmenbedingungen besprochen, zudem kann die Atmosphäre des Lebens und des Lernens im Internat wahrgenommen werden.
Probewohnen im Wunsch-Internat
Der dritte und letzte Kernaspekt des Programms sind die Schnuppertage, zu denen die Kinder tatsächlich im Internat einziehen. Denn im Gegensatz zu einem „Tag der offenen Tür“ besuchen die Kindern dabei nicht nur das Schulgelände, sie werden Teil des Alltags. „Drei Tage bis eine Woche ist eine gute Größenordnung um einzuschätzen, ob Kind und Internat zusammen passen“, weiß der Pädagoge. Dieser Zeitraum stellt sicher, dass sich das Kind ein realistisches Bild von der Schule machen kann. Denn in jedem der vier Internate ist das Kind weit mehr als nur ein Gast: Es erlebt als Mitglied der Gemeinschaft den Schultag, die gemeinsamen Mahlzeiten, kann sich für die Nachmittags-Gilden entscheiden und wohnt mit Gleichaltrigen zusammen. Zudem gibt es viel Zeit für Gespräche mit den Pädagogen und den Bezugspersonen. „Auf dieser soliden Basis kann dann eine sachliche Entscheidung getroffen werden“, weiß Sebastian Ziegler. Denn nicht ist demotivierender für ein Kind, als unerfüllte Erwartungen.“
Bei weiteren Fragen rund im das Schnupper-Angebot können sich Interessierte direkt an die Internate wenden:
Neubeuern: Jörg Müller, 08035-906215, joerg.mueller@schloss-neubeuern.de
Landheim Schondorf: Jennifer Maier, 08192-809212, jmaier@landheim-schondorf.de
Schloss Reichersbeuern Max-Rill-Schule: Frank Senske, 08041-78710, info@max-rill-schule.de.
Schule Schloss Stein: Evi Deser, 08621-8001114, info@schule-schloss-stein.de
Auf dem Weg zum Gymnasium der Zukunft
Die 4 Internate Bayern bieten Schülern das nötige Rüstzeug für eine erfolgreiche Zukunft in Studium, Beruf und Gesellschaft.
Bayern, im März 2011. Bildung ist heute mehr denn je ein Investment in die Zukunft der Gesellschaft. Denn vor dem Hintergrund einer sich immer schneller wandelnden globalisierten Welt muss es das Ziel einer umfassenden schulischen Ausbildung sein, die Schülerinnen und Schüler über das enge Korsett des Lehrplans hinaus als verantwortungsvolle Persönlichkeiten fit für die Zukunft zu machen. Die 4 Internate Bayern haben sich diese gesellschaftliche Verantwortung von ganzheitlicher Erziehung durch ihr Angebot von Schule und Internat zu Eigen gemacht und arbeiten gemeinsam daran, ihren Schülerinnen und Schülern das nötige Rüstzeug für eine erfolgreiche Zukunft in Studium, Beruf und Gesellschaft zu vermitteln.
Auf den Schultern der jungen Schülerinnen und Schüler lastet heute ein großer Erwartungsdruck – denn die Gesellschaft erwartet derzeit für ein relativ kleines Investment ein hohes Ergebnis: Auf der einen Seite werden motivierte, „smarte“ und bestens vorbereitete Schulabgänger gewünscht, die Ausbildung, Studium und Beruf im Handumdrehen meistern. Auf der anderen Seite fehlt es jedoch an den dafür notwendigen Entwicklungen. Stattdessen ist die Ausbildung der Jugendlichen immer noch geprägt von einem Schulsystem, das weitgehend auf Anonymität basiert und nur jene mit Aufmerksamkeit und Förderung belohnt, die sich hervortun. Die breite Masse wird mit ihren Ängsten und ihren Problemen alleine gelassen, laviert sich durch die Schuljahre oder fällt durchs Raster. Entlassen werden viele Schüler mit dem Bewusstsein, dass der Berg an Anforderungen eigentlich stetig anwächst und kaum noch zu bewältigen ist.
Vermittlung von Wissen und Zukunftskompetenzen
Die 4 Internate Bayern gehen hier einen anderen Weg. Basierend auf der festen Überzeugung, dass Wissen, Werte und Energie, die heute in die Ausbildung der Kinder investiert werden, morgen der gesamten Gesellschaft zu gute kommen, setzen die vier in einer Arbeitsgemeinschaft organisierten oberbayrischen Häuser in Schondorf, Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern auf die Abkehr von der Anonymität und die Besinnung auf das Individuum. Vermittelt werden nicht nur das in den Lehrplänen vorgeschriebene Sachwissen, sondern auch wichtige Zukunftskompetenzen. Überschaubare Klassengrößen, eine permanente Rückkopplung zwischen Lehrern und Schülern, der regelmäßige intensive Blick über den schulischen Tellerrand hinaus sowie die Anleitung zum „selber-lernen-wollen“ legen eine feste Basis für eine nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung, die sicherstellt, dass junge Menschen Schritt halten können mit einer Welt, in der sich das Wissen, Sachverhalte und Prozesse rasend schnell verändern. Inhalte und Werte sind dabei das Leben in der Gruppe, die außerschulischen Aktivitäten und der auf Vertrauen und Respekt basierende Umgang miteinander. Das Befolgen der festgelegten Regeln auf der einen Seite und der verbindliche Umgang auf der anderen Seite schließen sich im Miteinander zwischen Schülern und Betreuern nicht aus, sondern bedingen sich gegenseitig – und tragen elementar zu einer umfassenden Erziehung der Kinder und Jugendlichen bei.
„Wir unterrichten keine Fächer, sondern Menschen.“
Kleine Klassen und eine sehr gute personelle Ausstattung ermöglichen in den 4 Internaten Bayern einen facettenreichen Unterricht. Alle Schülerinnen und Schüler profitieren dabei von dem Anspruch der Schulen, jeden Schüler als Individuum zu beachten und entsprechend seiner Möglichkeiten zu fördern und zu fordern. Anders als in staatlichen Schulen können sich leistungsschwächere Schüler nicht in der Anonymität großer Klassen „verstecken“ und so am Jahresende durch das Raster fallen. Die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen mündet im selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lernen. Dabei steht zuerst das „Lernen lernen“ im Vordergrund, danach das konzentrierte und problemorientierte eigenständige Vertiefen von kognitivem Wissen. Damit eignen sich die Jugendlichen bereits frühzeitig eine Problemlösungskompetenz an, die ihnen im künftigen Arbeitsalltag immer häufiger abverlangt wird.
Umfassende Persönlichkeitsbildung
Eine umfassende Persönlichkeitsbildung endet bei den 4 Internaten Bayern nicht mit Unterrichtsschluss. In Arbeitsgruppen am Nachmittag werden außerschulische Interessen und Begabungen vertieft und gefördert. So erhalten die Schüler die Möglichkeit, sich Erfolgserlebnisse und Anerkennung auch außerhalb der Schule zu erarbeiten. Das Angebot der 4 Internate Bayern reicht deshalb auch vom künstlerisch-musischen über den handwerklichen bis hin zum sportlichen Bereich. In allen Alterstufen kommt zudem der sozialen Arbeit eine besondere Bedeutung zu. Das Engagement für andere ist fester Bestandteil der Erziehung in den 4 Internaten, wird von den Schülern aber nicht als Pflicht, sondern als Aufgabe betrachtet und mit großem Ernst betrieben. Zur besonderen Atmosphäre in den vier Internaten trägt auch deren exponierte Lage bei. Im idyllischen Voralpenland gelegen verbinden die vier Häuser ländliches Ambiente mit der räumlichen Nähe zur Großstadt.
Individuell auch im Verbund
Trotz vieler Gemeinsamkeiten und Ziele: Die vier bayerischen Internate stehen – basierend auf ihren individuellen Traditionen und Historien – für vier unterschiedliche Ausprägungen einer werteorientierten, ganzheitlichen Erziehung. Aus dieser Unterschiedlichkeit heraus ist im Laufe der Jahre eine Zusammenarbeit erwachsen, die in der Etablierung einer „Dachmarke“ ihren nach außen sichtbaren Ausdruck gefunden hat. Damit demonstrieren die vier Häuser ihre durch Philosophie und räumliche Nähe begründete Verbundenheit, ohne damit jedoch die gewachsene Individualität aufzugeben. In den vier oberbayrischen Internaten in Schondorf, Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern leben und lernen insgesamt rund 800 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13. Sie haben die Möglichkeit, begleitet von insgesamt 176 Lehrern und Betreuern das staatliche bayerische Abitur zu machen. Die Schüler-Lehrer-Relation liegt bei 1 zu 4,5 – und ist damit deutlich günstiger als an den staatliche Schulen. Die vier bayerischen Internate gehören zu einem Verbund von insgesamt 21 Internaten in ganz Deutschland, die sich zur „Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime“ (LEH) zusammengeschlossen haben.
Im Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit gehen die Internate nun gemeinsam einen neuen Weg: Im Mittelpunkt steht ein Social Media Newsroom mit Inhalten rund um das Leben in den vier Internaten – gepflegt und verwaltet von den Schülerinnen und Schülern der vier Häuser. Authentisch und auf Augenhöhe, so soll im Internet künftig kommuniziert werden. Denn längst suchen nicht mehr die Eltern alleine das Internat für die Kinder aus. Aus dem „müssen“ – ist zunehmend ein „wollen“ geworden; immer mehr Jugendliche erkennen die Chancen, die ein Internat bietet und ergreifen bei der Suche selbst die Initiative. Darüber hinaus wollen die Internate verstärkt auf Kooperationen mit internationalen Unternehmen hinarbeiten und haben dafür das Programm „Corporate College“ ins Leben gerufen. Das Programm soll es Unternehmen unter anderem ermöglichen, die Betreuung von Mitarbeiterkindern sicherzustellen, wenn diese für längere Zeiträume ins Ausland versetzt werden.
Landheim Schondorf: „Pädagogisches Dorf mit Globalisierungscharakter“
Seit 1905 existiert das Landheim Schondorf am Ammersee. Als „pädagogisches Dorf mit Globalisierungscharakter“ gehört es zu den ältesten Landerziehungsheimen. Verteilt auf über zehn Hektar ist im Laufe der Jahrzehnte eine dorfähnliche Anlage gewachsen, die Individualität und Offenheit widerspiegelt, auf der Dank hervorragender personeller und technischer Ausstattung auch höchste schulische Leistungen erzielt werden. Unterstützt von den „Altlandheimern“ – der Alumni-Vereinigung Schondorfs – verfügt das Landheim nicht nur über beste Möglichkeiten für den Lehrbetrieb, sondern hat mit der gezielten Vermittlung von handwerklichen, künstlerischen und technischen Fähigkeiten im Rahmen des Werkstättenprogramms auch ein ergänzendes pädagogisches Feld erschlossen. Großen Raum nehmen als dritte Komponente neben Unterricht und Werkstätten die Sportangebote ein. Hierzu gehört unter anderem das Segeln auf dem Ammersee – dafür stehen den Jugendlichen Landheimeigene Segel- und Ruderboote zur Verfügung. Schulleiter Prof. Helmuth Aigner setzt zudem den von seinen Vorgängern eingeschlagenen Weg der Internationalisierung fort. Das Landheim ist seit 2008 Mitglied der renommierten „Round Square“ Vereinigung und bietet seinen Schülern Zugriff auf ein Netzwerk, das die ganze Welt umspannt. Aigner ist zudem seit Januar 2011 Regional Director of Round Square Europe.
Schule Schloss Stein: „Das Individuum anerkennen und fördern“
Die Schule Schloss Stein wird von Schülern, Eltern und Ehemaligen wegen seines authentisch familiären Charakters und seiner werteorientierten Ausrichtung geschätzt. Anerkennung und gegenseitige Beachtung nehmen in der Philosophie des Hauses dabei einen zentralen Raum ein. „Uns ist beides wichtig“ betont Schulvorstand Sebastian Ziegler. „Die Jüngeren haben einen wohl geplanten Tages- und Wochenablauf, mit gestalteter unterrichtsfreier Zeit und beaufsichtigten Lernstunden; die Älteren entwickeln viel Initiative bei den unterrichtsergänzenden Aktivitäten, sowohl in sozialen als auch sportlichen und musischen Bereichen.“ Es gibt eine systematische, regelmäßige Gesprächskultur zwischen allen Pädagogen. Das barocke und neugotische Schloss und seine historischen Gebäude verbinden sich mit modernen Elementen, wie der neuen Sporthalle, zu einem harmonischen Ensemble. Diese Halle mit Glasschwingboden ermöglicht erstmals die Darstellung der Spielfeldbegrenzungen durch Leuchtdioden.
Internat Schloss Neubeuern: Pragmatisch der Zukunft zugewandt
Glasfaser- und WLAN-Netze auf dem gesamten Campus, modernste Computertechnik in den digitalen Klassenzimmern und ein Ausblick bis nach Italien – im Internat Schloss Neubeuern ist der „Neubeurer Geist“ allgegenwärtig; eine inspirierende Mischung aus Pragmatismus, Ästhetik, Tradition und High-Tech. Konsequenz und geregelte Abläufe kennzeichnen das Leben auf Schloss Neubeuern. Im Gegensatz zu den anderen Häusern sind die Lehrer nicht für die Betreuung der Schüler am Nachmittag zuständig – für diese Aufgabe gibt es hier sogenannte Mentoren. Dem eigenständigen Lernen wird im Tagesablauf ein hoher Stellenwert eingeräumt, zudem stehen bestens ausgestattete Räumlichkeiten zur Verfügung. Außerschulisches kulturelles, sportliches oder soziales Engagement wird in einem „Bildungspass“ vermerkt, der im Laufe der Schulzeit einen guten Überblick über die Aktivitäten der Schüler gibt. Deutschlandweit einmalig ist das „Digital Ink“-Projekt in Schloss Neubeuern. „Als erste schulische Einrichtung verzichten wir ab Klasse 9 vollständig auf den Einsatz von Heft, Ordner und Federtasche – und lassen die Schüler stattdessen mit speziellen Tablet-PCs arbeiten“, sagt Jörg Müller, Stiftungsvorstand in Neubeuern. Damit habe das Internat einen entscheidenden Schritt zur vollständigen Integration des Computers in den Lern- und Unterrichtsprozess gemacht und sich als Innovationsführer in Deutschland positioniert.
Internat Schloss Reichersbeuern: Schwerpunkt auf Kunst und Musik
Der künstlerisch-musischen Erziehung kommt im Internat Schloss Reichersbeuern eine besondere Bedeutung zu. Wenngleich sich das Internat selbst als im besten Sinne „bodenständiges bayrisches Dorfgymnasium“ beschreibt, nehmen neben einer sorgfältigen und umfassenden schulischen Ausbildung die schönen Künste eine besondere Rolle im Internatsleben ein. Denn junge Musikerinnen und Musiker finden hier beste Bedingungen vor – und können ihre Begabung unter der Anleitung speziell geschulter Pädagogen und Betreuer weiter ausbauen. Bestens ausgestattete Proberäume und eine professionelle Theaterbühne sowie ein hohe Renomee in der Ausbildung haben Reichersbeuern bundesweit zum ersten Anlaufpunkt für künstlerisch bzw. musisch begabte Schüler gemacht. Die individuelle Betreuung über den Unterricht hinaus ist geprägt vom persönlichen Bezug der Schüler untereinander und zu den Betreuern. „Wichtiges Element unserer Erziehung ist die Entwicklung einer Arbeitshaltung“, sagt Gesamtleiter Frank Senske, denn „Kinder wollen ihre intellektuelle Kraft spüren“. Deshalb sei das Lernen auch ein gleichermaßen wichtiger wie selbstverständlicher Teil des Lebens auf Schloss Reichersbeuern.
Internate bieten „Information auf Augenhöhe“
4 Internate Bayern starten Kommunikationskampagne und etablieren Newsroom im Internet von Schülern für Schüler
Bayern, im März 2011. Auf die Vorteile einer schulischen Laufbahn im Internat wollen die 4 Internate Bayern ab sofort verstärkt aufmerksam machen. Dafür hat die Arbeitsgemeinschaft, der die Internate aus Schondorf, Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern angehören, eine Kommunikationsstrategie entwickelt, in deren Mittelpunkt ein auf die Bedürfnisse potentieller Schüler ausgerichteter Social Media Newsroom steht. Zudem wollen die 4 Internate Bayern in den kommenden Monaten gezielt die mannigfaltigen Vorteile von Leben und Lernen im Internat thematisieren.
„Auf allen Gymnasiasten lastet heute ein großer Druck. Die Gesellschaft erwartet von ihnen große Leistungen – ist aber nicht bereit, die dafür notwendigen Anstrengungen in die Ausbildung zu investieren“, bemerkt Sebastian Ziegler, der Sprecher der 4 Internate Bayern. Deshalb werden Schüler heute oft nur unzureichend auf Ausbildung, Studium und Beruf vorbereitet. „Unsere Internate sind hier einen entscheidenden Schritt weiter. Denn die Schüler profitieren von kleinen Klassen und Gruppen und bester Ausstattung.“ In Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag werden außerdem außerschulische Interessen und Begabungen gefördert und vertieft. Deren Bandbreite reicht von künstlerisch-musischen über den handwerklichen bis hin zu sportlichen Aktivitäten.
An den vier renommierten oberbayrischen Internaten in Schondorf, Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern wird damit auch ein wichtiger erzieherischer Auftrag umgesetzt, der der gesamten Gesellschaft zugute kommt. „Wir bieten alle Möglichkeiten zu einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler. Die Vermittlung von Wissen ist hier nur eine wichtige Komponente, die Etablierung von Zukunftskompetenzen eine andere. Wir lehren Werte wie Disziplin, Respekt und soziales Engagement, bieten dabei gleichzeitig Perspektiven und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Nur so haben Jugendliche eine Chance, in einer sich rasant verändernden Welt dauerhaft erfolgreich zu sein“, betont Ziegler.
Jugendliche suchen nach Informationen über Internate
Ziel der nun angestoßen Informationsoffensive ist es, verstärkt Schülerinnen und Schüler auf die Vorteile des Internatslebens aufmerksam zu machen und ihnen entsprechende Informationen im Internet zur Verfügung zu stellen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Jugendliche sich für das Leben im Internat interessieren und aktiv nach entsprechenden Angeboten im Internet suchen. Deshalb wollen wir den Jugendlichen auch die Möglichkeit der Information auf Augenhöhe anbieten“, sagt Ziegler. In einem modern gestalteten Newsroom werden Texte, Bilder und Filme zur Verfügung stehen, um sich selbst ein Bild vom Leben und Lernen in den vier Internaten zu machen.
Beiträge von Schülern für Schüler
Das Besondere des Newsrooms: Die Inhalte werden von den Schülerinnen und Schüler der Internate selbst produziert. Beitrag für Beitrag entsteht so ein authentisches Gesamtbild vom Internatsleben. „Damit bieten wir nicht nur interessierten Jugendlichen eine besondere Form der Information, wir geben auch unsere Schülerinnen und Schüler die Chance, Erfahrungen bei der Gestaltung von Inhalten zu machen und so wichtige Medienkompetenzen zu erwerben“, so Ziegler. Der Newsroom wird derzeit in Zusammenarbeit mit den Schülern der vier Internate gestaltet und soll im Frühjahr online gehen.
Daneben präsentieren sich die 4 Internate Bayern neben ihren Web-Auftritten auch gemeinsam bei zahlreichen Bildungsmessen und eigenen Informationsveranstaltungen. Zudem wollen sie sich bei aktuellen bildungspolitischen Diskussionen verstärkt zu Wort melden.
Über die 4 Internate Bayern:
Die vier bayerischen Internate stehen – basierend auf ihren individuellen Traditionen und Historien –für vier unterschiedliche Ausprägungen einer werteorientierten, ganzheitlichen Erziehung. Aus dieser Unterschiedlichkeit heraus ist im Laufe der Jahre eine Zusammenarbeit erwachsen, die in der Etablierung einer „Dachmarke“ ihren nach außen sichtbaren Ausdruck gefunden hat. Damit demonstrieren die vier Häuser ihre durch Philosophie und räumliche Nähe begründete Verbundenheit, ohne damit jedoch die gewachsene Individualität aufzugeben. In den vier oberbayrischen Internaten in Schondorf, Stein im Chiemgau, Neubeuern und Reichersbeuern leben und lernen insgesamt rund 800 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13. Sie haben die Möglichkeit, begleitet von insgesamt 176 Lehrern und Betreuern das Bayerische Zentralabitur zu machen. Das Schüler-Lehrer-Zahlenverhältnis liegt bei 1 zu 4,5 – und ist damit deutlich günstiger als an den staatliche Schulen. Die 4 Internate Bayern sind im Internet zu finden unter: www.internatebayern.de



